Zum siebten Mal in Folge Deutscher Cheerdance Meister!

Dance Deluxe wurde am 14. Mai 2017 gleich dreifacher Deutscher Meister! Tänzerin Chelli berichtet:

Dresden, 14. Mai, 6 Uhr morgens, mein Wecker klingelte. Es war Zeit aufzustehen, die Sachen zu packen und sich mental auf die Meisterschaft vorzubereiten. Um 6:45 Uhr trafen wir uns alle in den Zimmern, damit wir geschminkt werden konnten und uns die Haare gemacht wurden. Dieser Teil des Meisterschaftstages ist einer meiner Lieblingsteile. Man ist mit allen Mädels zusammen und kann sich gemeinsam auf diesen Tag freuen. Als dann alle gefrühstückt hatten und halbwegs fertig waren, haben wir unsere Koffer geholt und mussten die Zimmerschlüssel abgeben. Um 8:00 Uhr gingen wir gemeinsam zum Bus, der bereits auf uns wartete. Unsere Koffer wurden in den Bus geräumt und ich stieg ein und suchte nach meinem Sitzplatz. Pünktlich um 8:15 Uhr fuhr der Bus los. In der Halle wurden wir angemeldet, bekamen einen Stempel auf die Hand und vom Verband als Geschenk einen Schlüsselanhänger (eine kleine Cheerleaderfigur). Wir bekamen eine Begleiterin, die uns unsere Umkleide für den Tag zeigte.

Als wir uns alle einen Platz gesucht hatten, machten die Coaches noch mal eine Ansprache wie der Plan ist. So langsam stieg die Aufregung bei mir immer höher und höher. Aber zum Glück gab es noch eine kleine Verschnaufpause zum Runterkommen und Herumalbern. Es war 12 Uhr, als alle fertig waren und wir in die Halle gingen, um uns die Junior Doubles und die Senior Doubles anzuschauen. Das Besondere an der Deutschen Meisterschaft (bzw. für mich das Erleichternde) ist, dass es eine offene Wertung gibt. Das bedeutet, dass die Punkte ein paar Minuten nach unserem Durchgang an der Tafel angezeigt werden. So wussten wir natürlich sofort die Platzierungen für unsere Doubles und die konnten sich sehen lassen.

 

Als alle Doubles getanzt hatten und ihre Punkte wussten, ging es zurück in die Umkleide. Wir hatten noch ein wenig Freizeit, bis wir uns die Kostüme anziehen und um 13:30 Uhr zum Warm-Up/Stellprobe mussten. Jedoch spielte das Wetter nicht so mit und wir mussten im Regen zur Warm-Up-Halle joggen.

Die Halle hatten wir vorerst für uns, bis ein anderes Team kam – einer unserer Gegner. Das ist immer ein sehr komisches Gefühl, denn man fühlt sich beobachtet und auch ein wenig unwohl. Auch wenn es unsere Gegner sind, sind wir immer sehr freundlich und wünschen viel Erfolg!

Es wurde Zeit, zurück in die Auftrittshalle zu gehen. Natürlich regnete es immer noch – eigentlich kein so gutes Zeichen – aber wer weiß, was kommt. Plötzlich ging alles schnell, als es hieß, wir liegen vor dem Zeitplan es sind nur noch zwei Teams vor uns, alle gerieten allmählich in Panik. Jedoch beruhigten uns die Coaches und wir sammelten uns alle noch ein mal. Diese Minuten, kurz bevor es auf die Fläche geht, sind unbeschreiblich. Mein Bauch drehte sich förmlich vor Freude, ich zitterte leicht vor Aufregung. Es ist das Gefühl, wie kurz vor einer Prüfung in der Schule, nur ist es ein 100000mal schöneres Gefühl. Man weiß, dass man in wenigen Minuten mit dem Team auf der Fläche stehen wird. Mit seinem Team, mit dem Team mit welchem man so lange auf diesen Tag hingearbeitet hat. Und dieses Gefühl ist einfach unglaublich. Man sieht in den Gesichtern die Freude und die Aufregung. Dieses Teamgefühl, dieser Zusammenhalt und dieser Teamgeist, den hat nicht jede Mannschaft.

Wir stellten uns auf, um auf die Fläche zu laufen. Ich wusste, gleich ist Ausstrahlung angesagt (auch wenn man sich in solchen Momenten gar nicht dafür bereit fühlt). Es ging los, wir wurden aufgerufen, das Publikum applaudierte, die Juniors kreischten. Ich wusste: Jetzt ist es soweit! Du musst jetzt komplett anwesend sein!!! Wir liefen auf die Fläche, stellten uns in die Anfangspose und ich atmete durch. Der erste Ton der Musik lief und ich war sofort dabei und begeistert. Wir gaben alles, jeder einzelne holte aus sich raus, was rauszuholen war. Die Endpose war die Erleichterung, ich war glücklich, dass ich es „mal wieder geschafft“ hatte.

Wir rannten von der Fläche und umarmten uns. Jetzt hieß es nur noch warten, warten, warten auf die Punktzahl. Ich klammerte mich fest an die anderen, meine Aufregung stieg, als die Punkte auf einem Zettel übergeben wurden. Alle zitterten. Selbst das Publikum starrte auf die Anzeigetafel. Nach langem Warten, war es soweit, die Punkte wurden angezeigt und die Platzierung war klar! „Wir sind Deutscher Meister! Dance Deluxe fährt nach Japan zur Weltmeisterschaft!“ Das waren meine ersten Gedanken in diesem Moment. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten, ich freute mich so sehr für das Team, dass sich unser hartes Training gelohnt hat!

 

(Fotograf: Michael Fischer)

Um 17 Uhr fand dann die Siegerehrung statt. Ein tolles Gefühl, vom Moderator folgendes zu hören: „Ich glaube, sie haben ein Abonnement für den Meistertitel und sind somit auch für die WM in Japan qualifiziert. Auf dem ersten Platz vom TSV Rudow: Dance Deluxe!“

Wir stiegen auf das Siegertreppchen und strahlten um die Wette. Wir hatten es geschafft! Ich war überglücklich und konnte es einfach immer noch nicht glauben!

Nach vielen Umarmungen, Küssen und besonders vielen Siegerbildern hieß es: „Raus aus den Kostümen und ab geht’s zum Bus nach BERLIN!“ Die Korken fielen vor und während der Fahrtpause und wir feierten ausgiebig mit lauter Musik und Süßigkeiten im Bus.

Um 20:45 Uhr kamen die Deutschen Meister glücklich und zufrieden in Berlin an.